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Rosenthal

Wenn sie noch nichts über Rosenthal wissen, dann wird das aber allerhöchste Zeit. Gut, dass ich heute hier bin um ihnen genau über diesen Ortsteil zu berichten.

Rosenthal liegt heute an der nördlichen Westseite Pankows an der Grenze zum Märkischen Viertel in Reinickendorf. Zu erreichen ist Rosenthal mit der M1, dem M21, 107, 122 und 124.

Ich fange jetzt ganz am Anfang an mit der Gründung des Dorfes, schreibe dann über die Kirche, die ganz eng mit den Bewohnern des Dorfes zu tun hat. Die Bewohner hatten zum großen Teil auch Arbeit über die ich dann auch berichten werde. Mit den Arbeiten hängen wiederum die Flächen zusammen, also werde ich die Flächenentwicklung zeigen. Und irgendwie musste man die Flächen erreichen, deswegen muss ich etwas zur Infrastruktur sagen, werde mich aber ziemlich stark auf den Verkehr beschränken. Ganz zum Schluss werde ich von geplanten Projekten berichten, auch ziemlich stark auf den Verkehr bezogen.

So los geht’s: Das Dorf wurde wahrscheinlich von Niederländischen Siedlern gegründet die den Namen von ihrem Ursprungsort mitbrachten. Rosenthal entstand gegen 1230 im Zuge der Besiedelung der Mark Brandenburg durch die Urenkel von Albrecht dem Bären. Die Kirche ist das Älteste noch erhaltene Gebäude Rosenthals. Ihr Alter (der des ältesten Teils/des Schiffes) wird auf 777 Jahre geschätzt. Außerdem haben 1998 Ausgrabungen auf dem Gutsgelände ergeben, dass ein dabei gefundener Fichtenbalken um 1230 gefällt und verarbeitet worden sein muss. Die ersten schriftlichen Beweise für eine Existenz gibt es aber erst aus einem Jahrhundert später. In einer Urkunde von 1356 wird ein Pfarrer Jakob von Rosenthal erwähnt. Und im Landbuch von Kaiser Karl IV. aus dem Jahre 1375 steht, dass Rosenthal 72 Hufen sind.

Zurück zur Kirche und der Bevölkerung. Zur Gründungszeit der Kirche waren ca. 70 Familien, also alle Einwohner Gemeindemitglieder. Eine Urkunde von 1375 belegt bereits 80 Familien. Im Kircheninventar taucht 1541 das letzte Mal die katholische Ausstattung auf. In demselben Protokoll heißt es, dass 120 Gemeindemitglieder am Abendmahl teilnahmen. Als 1701 Kurfürst Fridrich zum König von Preußen wurde ließ er Rosenthal seine Krone aufsetzen (Kirchturmumbau), weil er dort Kirchenpatron war und seine Macht zeigen wollte. Nach dem 30 jährigen Krieg werden nur noch 25 Familien als Gemeinde genannt. 1880 wird mehr Platz in der Kirche benötigt, weil mehr Leute nach Rosenthal ziehen. Also wird ein Backsteinbau (Chor/Apsis) angefügt. 1901 wird wieder mehr Platz gebraucht. Also wird ein Antrag auf einen Kirchturmanbau gestellt. Der wird auch genehmigt und ausgeführt aber brachte keinen Raumgewinn, weil zusätzlich die Seitenemporen und die Kanzel rausgerissen wurden, auf der neuen Empore die neue Dinseorgel stand und weil im Turm keine Sitzbänke zum sitzen stehen. Seit diesem Zeitpunkt waren Einwohnerzahlen und Gemeindemitgliederzahlen nicht mehr gleich.

Früher war das so, dass die Einwohner alle Bauern waren und ihre Felder/Höfe alle gleichgroß waren. Dann bildeten sich Kossäten, Schäfer, Müller und Schmiede kamen hinzu. 1913 gab es dann schon fast alles nötige in Rosenthal. Unter anderen gab es 4 Gaststätten, 4 Milchhandlungen und 9 Gärtnereien. Weil der Bedarf nach Schmuck in Berlin stieg, bildeten sich Gärtnereien im Umland aus Platzgründen. Natürlich gab es auch noch Bauern, einen Bäcker eine Post MIT Telegraphenstelle, Fleischer, Friseur und vieles mehr. Die Bevölkerungszahl stieg allmählich an, außer wenn sich Rosenthal wieder mehr Gebiet zurechnete. Im letzten Jahrhundert entstanden auch ständig Häuser und Siedlungen was auch einen Bevölkerungswachstum brachte.

Ich zeige nun die eben erwähnten Gebiete!

Ich komme nun zur Infrastruktur. Die Hauptstraße ist eine Kopfsteinpflasterstraße die aus den 60ern stammt. Das erste Mal wurde sie 1895 gepflastert aber erhielt ständig neues Pflaster, weil die Gegend sehr feucht und sandig war und deshalb nicht richtig befestigt werden konnte. Sie wird aber für immer eine Pflasterstraße bleiben, weil Rosenthal ein Flächendenkmal ist und somit nichts daran geändert werden darf. Die erste Straßenbahn fuhr 1914 nach Rosenthal. 19 Jahre nachdem die erste Straßenbahn erfunden wurde. Die Heidekrautbahn (Niederbarnimereisenbahn) wurde 1898 zu bauen begonnen und 1901 fuhr der erste Zug. 1928 wurde der Nordgraben als erstes und letztes Teilstück eines größeren Wasserstraßenprojekts fertiggestellt welches nie weitergeführt wurde. 1907-1952 fuhr die Industriebahn Tegel-Fiedrichsfelde (Sauerkrautkurthbahn).

So mein letzter Punkt noch ganz kurz. Es gibt viele geplante Projekte in Rosenthal doch für alle fehlt das Geld. Zum Beispiel die Nordtangente. Das ist eine riesige Bundesstraße von Rosenthal bzw. dem Märkischen Viertel nach Malchow, um den Stadtkern zu entlasten, die 2030 fertig gestellt werden soll. Ein weiteres geplantes Projekt ist auch die Wiederherstellung des Dorfangers Rosenthal. Das erste Drittel wurde schon geschafft aber dann war das Geld alle. Zeitgleich wurde das Pflaster auch begradigt.

Ich hoffe sie haben nun einen kleinen Eindruck von Rosenthal gewonnen, doch ich glaube, dass dieser Text für einen richtigen Eindruck viel zu kurz ist!

 

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